Bili - Wir erweitern unseren Horizont:

Bilingualer Unterricht in der Sekundarstufe I (Wahlpflichtbereich)

Erdkunde/Englisch

Miss Higby und Frau VolbersDem Englischen kommt als globale Sprache eine immer größere Bedeutung zu; Englisch ist die lingua franca des 21. Jahrhunderts. Die Schülerinnen und Schüler werden im privaten Bereich, jedoch vor allem auch in ihrer beruflichen Zukunft, sei es in oder nach ihrer Ausbildung oder ihrem Studium immer mehr mit Englisch in Berührung kommen, nicht nur in typischen Bereichen wie Kommunikations- und Informationsmedien oder Naturwissenschaften.

Dieser Situation wird zwar im traditionellen Fremdsprachenunterricht selbst Rechnung getragen, darüber hinaus sollen aber auch bilinguale Angebote im Sinne der Horizonterweiterung für die Zukunft ein Teil des Schulprogramms am RHG sein.

Bilingualer Unterricht erweitert den traditionellen Fremdsprachenunterricht am Gymnasium durch anwendungsorientiertes Lernen, insbesondere in Sachfächern (wie z.B. Erdkunde). Im bilingualen Unterricht erarbeiten die Schülerinnen und Schüler Inhalte und Problemstellungen des jeweiligen Sachfachs in der Fremdsprache (Englisch): Insofern ist die Fremdsprache nicht mehr primär Lerngegenstand, sondern wird zum Werkzeug, das Zugang zu fachspezifischen Fragen schafft. Bilinguales Lernen eröffnet den Weg zur Zweisprachigkeit und leistet somit einen Beitrag zur Begabtenförderung im sprachlichen Bereich.

Im Wahlpflichtbereich II (Stufen 8 und 9) sind bilinguale Unterrichtsangebote (Englisch/Sport sowie Englisch/Erdkunde) durchgeführt worden. (Ferner können laut Beschluss der Schulkonferenz ab Klasse 8 bilinguale Sequenzen oder Module angeboten werden, wenn die sprachlichen Voraussetzungen bei Schülern und Lehrern vorliegen.)

Im bilingualen Fach Erdkunde (Wahlpflichtbereich II) lernen die Schülerinnen und Schüler beispielsweise, Klimadiagramme in englischer Sprache zu beschreiben, zu erklären und zu vergleichen, Rückschlüsse auf die Vegetation sowie landwirtschaftliche Nutzungsformen zu ziehen. Ebenso werten sie etwa Bilder, Karten sowie Bevölkerungspyramiden aus. Dadurch erwerben sie einen spezifischen Fachwortschatz in den genannten Sachbereichen, der selbst in einem Leistungskurs Englisch üblicherweise kaum vermittelt werden kann, der für bestimmte Berufe jedoch von Bedeutung ist.

Der bilinguale Differenzierungsunterricht ermöglicht ein schülerzentriertes, projekthaft angelegtes Arbeiten, das dem individuellen Schülerinteresse besser angepasst sein kann als der Klassenunterricht mit festen curricularen Vorgaben (etwa bei der Auswahl der Raumbeispiele in Erdkunde). Die Schülerinnen und Schüler erlernen auf diesem Wege zwangsläufig Präsentationstechniken in der englischen Sprache und entwickeln eine faire und professionelle Feedback-Kultur (ebenso in der Fremdsprache).

Bei der Bewertung der Schülerleistungen (auch in den beiden Klassenarbeiten pro Halbjahr) sind in erster Linie die (sach-)fachlichen Leistungen zu beurteilen. Um Verständnisschwierigkeiten und sprachliche Misserfolge zu vermeiden, empfehlen wir, dass die Schülerinnen und Schüler über angemessene allgemeine Englischkenntnisse verfügen, wenn sie bilinguale Angebote wählen.

Bilinguale Unterrichtsangebote erleichtern es den Schülern, die Fremdsprache ähnlich der Muttersprache - differenziert, sicher und geläufig - zu beherrschen. Insofern strebt bilingualer Unterricht mit seiner Ausweitung fremdsprachlichen Lernens und Handelns auf Sachfächer eine annähernde Zweisprachigkeit an. Bilinguale Angebote sind eine überaus sinnvolle Maßnahme zur Erhöhung der fremdsprachlichen und interkulturellen Kompetenz.

Anmerkung der Fachlehrerin: Toll ist, dass ich in den letzten Jahren immer einen  englischen/amerikanischen Muttersprachler zur Seite hatte, zuerst Mr Palenski und danach Miss Higby, denn das gemeinsame Unterrichten (Team-Teaching) ist eine echte Bereicherung.

Hier kommen nun einige Schüler selbst zu Wort, die zur Zeit Bili-Unterricht haben (Januar 2013):

Max: "Der Erdkunde-Englisch-Unterricht macht mir seit dem Beginn sehr viel Spaß. Für Kinder, denen Englisch gut gefällt, bietet sich die Möglichkeit, die Sprache zu vertiefen. Man lernt eine Menge Fachbegriffe kennen, die sich auch im normalen Englischunterricht anwenden lassen. Außerdem kommt es häufig vor, dass man im (normalen) Erdkundeunterricht sagt: 'Ach, das hatten wir schon in Bili!' Dadurch werden viele Verknüpfungen hergestellt, die den Stoff besser einprägen. Durch den strukturierten Unterricht kann man sich sicher und gezielt auf die Arbeiten vorbereiten. Das sollte man auch tun, denn die Arbeiten sind anspruchsvoll." (Anmerkung: Der Bili-Unterricht gehört zu den schriftlichen Fächern wie die anderen Fächer im Wahlpflichtbereich auch.)

Ilker und Hanno: "Im bilingualen Unterricht lernt man viel über unsere Erde; man kann viele interessante und aktuelle Themen durchnehmen wie z. B. natural hazards (Naturrisiken), global warming (globale Erwärmung) oder the growth of the world's population (das Wachstum unserer Erdbevölkerung). Aber KEINE PANIK! Nicht nur Theoretisches wird gemacht, sondern man wird auch praktisch aktiv. Unser Kurs hat viele Plakate für eine Ausstellung gemacht, z.B. über verschiedene Länder wie etwa Irland, die Türkei oder Brasilien. An solchen Gruppen- oder Projektarbeiten haben wir viel Spaß."

Tim:  "Durch die zwei Jahre, in denen man Bili hat, fällt einem der (normale) Englischunterricht vor allem in der Oberstufe leichter. Man lernt viele neue Wörter, die man in Arbeiten anwenden kann. Besonders interessant war das erste Thema, in dem wir mit dem (englischsprachigen) Atlas die Lage von Städten und Ländern herausfinden konnten, auch speziell spannend war es, sich mit einzelnen Ländern zu beschäftigen.
Das einzige Manko ist, dass man eine Wochenstunde mehr Unterricht hat als andere Wahlpflichtfächer: (Anmerkung: Französisch hat ebenfalls die zusätzliche Stunde.) Sehr viel Freude machen uns Kreuzworträtsel, die Frau Volbers auf der Grundlage des Unterrichtsstoffes selbst erstellt oder die wir selbst machen können (mit dem Computer!). Wir sind darin echte Profis."

Links:

Hier können Sie sich über den englischsprachigen Atlas informieren, den wir im Unterricht verwenden: Diercke International Atlas,
http://www.westermann.de/artikel/Diercke-International-Atlas-Universalatlas-englisch/978-3-14-100790-9

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