Am 2. Juni besuchten Angehörige der FernUniversität Hagen unseren Jahrgang der Einführungsphase. Die Studierenden und Lehrenden der FernUniversität kamen jedoch nicht allein. Im Rahmen der Kooperation mit der University of Namibia (UNAM) waren auch drei Studierende und vier Lehrende aus Windhoek, der namibischen Hauptstadt, bei dem Besuch dabei. Die Studierenden und Lehrenden aus beiden Ländern gehörten dem Fachbereich Psychologie an.
Zu Beginn begrüßte Frau Dr. Johanna Werner die Schülerinnen und Schüler im Namen der FernUniversität und stellte den geplanten Ablauf dar, die Wissenschaftler aus beiden Ländern stellten sich kurz vor und Dr. Jan-Bennet Voltmer von der FernUniversität gab einen Einblick in das Land Namibia allgemein und berichtete von der Kooperation zwischen den Psychologie-Fakultäten beider Universitäten. Gefördert wird die Kooperation vom DAAD, dem Deutschen Akademischen Austauschdienst, und hat im Sinne von „Psychology For Future“ die Stärkung der wissenschaftlichen Expertise zur Erreichung der Nachhaltigkeitsziele der UN zum Ziel.
Um den Schülerinnen und Schülern der Einführungsphase also einen Einblick in ebendiese interkulturelle Forschung und Kooperation zu geben, stellten die Studierenden den Aufbau ihrer Forschung zum Zusammenhang von Einstellung gegenüber Windenergie, Bewertung von Selbstwirksamkeit und dem tatsächlichen Handeln Schritt für Schritt vor, von der Themenfindung bis zur Interpretation der Ergebnisse. In einer anschließenden Fragerunde konnten die Schülerinnen und Schüler Fragen an die Studierenden und Lehrenden aus Namibia stellen. Sie besprachen unter anderem Unterschiede und Gemeinsamkeiten im Schulalltag und dem alltäglichen Leben, welchen Eindruck die Gäste von Deutschland haben und wie sie die interkulturelle Zusammenarbeit wahrnehmen.
Nachdem bis dahin der Austausch eher in der großen Gruppe stattgefunden hatte, konnten die 42 Schüler sich später noch in kleineren Gruppen mit jeweils zwei der Wissenschaftler austauschen. Hier ging es um die Wahrnehmung bzw. Betroffenheit von Klimaangst im eigenen Leben und möglichen Lösungen und Bewältigungsstrategien. Die Schüler berichteten in diesen Gesprächsrunden unter anderem von den Überschwemmungen in Hagen im Jahr 2021 und welche Maßnahmen zum aktiven Handeln sie bereits kennen und anwenden. In einer abschließenden Präsentation der Diskussionsergebnisse wurde deutlich, dass sie sich darin einig waren, dass, obwohl die Auswirkungen die Jugendlichen im Alltag oft noch nicht selbst betreffen, die Verantwortung bei uns allen liegt und dass jeder und jede einen Beitrag zum Thema Klimaschutz und Nachhaltigkeit leisten kann.
In Namibia wird die gesellschaftliche Verantwortung groß geschrieben, sodass der Besuch von Schülern und der Austausch zum Thema Umwelt und Nachhaltigkeit für die Wissenschaftler eine wichtige Rolle spielt. Und auch die Schüler profitierten von dem Besuch. Nicht nur bekamen sie einen Einblick in psychologische Forschung und interkulturellen Austausch, Anknüpfung fand der Austausch zwischen den Beteiligten nämlich auch im Lehrplan der Englischkurse, denn hier ging es im Frühjahr um internationalen und interkulturellen Austausch und das Überwinden von Grenzen, sodass die Schüler hier direkte Einblicke gewinnen und eigene Erfahrungen sammeln konnten. Zudem bereiten sich die Schüler aktuell auf ihre mündlichen Prüfungen vor zum Thema "Globalisierung" mit Fokus auf Zusammenarbeit und Überwinden von globalen Herausforderungen, unter anderem im Bereich Klimaschutz. Was könnte also besser geeignet sein als sich Vorträge zu dem Thema anzuhören und sich mit Wissenschaftlern auf Englisch darüber zu unterhalten?
Der Besuch wurde von Frau Küper und Frau Scheler, den Englischlehrerinnen der beiden Kurse, betreut. Diese erhielten zum Abschluss sowohl von den Wissenschaftlern aus beiden Ländern als auch von den Schülern positives Feedback, welches sich auch schon an der angenehmen und offenen Atmosphäre während des ganzen Besuches zeigte.