Ricarda-Huch-Gymnasium | Gymnasium der Stadt Hagen für Jungen und Mädchen

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Sozialwissenschaften

 Unser Fach – Politik/Sozialwissenschaften

Als erstes sollte ein Missverständnis aus der Welt geschaffen werden: Das Fach Politik/Sozialwissenschaften ist ein Fach und nicht wie man denken könnte, zwei unterschiedliche Fächer. In der Sekundarstufe I (Unter- und Mittelstufe) steht es als Politik im Stundenplan und in der Sekundarstufe II (Oberstufe) als Sozialwissenschaften. 

Heute gehen aber immer mehr Schulen dahin nur noch die Bezeichnung Sozialwissenschaften für alle Jahrgänge zu verwenden. Das hat den Hintergrund, dass Politik nur eine von drei ,,Wurzeln“ des Faches Sozialwissenschaften ist. Die Sozialwissenschaften gründen sich auf drei gleichwertige Teildisziplinen: Der Politik – der Soziologie – der Ökonomie. Sie bilden in ihrer Gesamtheit unser Fach Sozialwissenschaften. Jede von ihnen steuert eigene inhaltliche Schwerpunkte und eigene Sichtweisen fürs Ganze bei. Die Zugriffe und Perspektiven, man könnte auch von drei verschiedenen ,,Brillen“ sprechen mit dem ein Problem betrachtet wird, ergänzen und verbinden sich gegenseitig. Nur in ihrer symbiotischen Kombination können Probleme in ihrer gesamten Bandbreite erfasst und mögliche Antworten für sie gefunden werden.

Das soll erläutert werden anhand des Themenfeldes: ,,Arbeitslosigkeit – Ursachen und Folgen“. Wenn wir an das Thema aus politischer Sicht herangehen, dann werden wir uns u.a. folgende Leitfragen stellen müssen:

- Welche Standpunkte haben die politischen und gesellschaftlichen Akteure (Parteien, Arbeitgeber oder Gewerkschaften) zur Arbeitslosigkeit?

- Mit welchen Instrumenten und Maßnahmen möchten die verschiedenen Akteure die Arbeitslosigkeit bekämpfen?

Aus ökonomischer Sicht stehen u.a. folgende Leitfrage im Mittepunkt:

- Worin liegen die Ursachen der Arbeitslosigkeit (Strukturwandel? Verlagerung von Arbeitsplätzen? Globalisierung? usw.)

Die Soziologie untersucht hingegen Strukturen des menschlichen Zusammenlebens und würde z.B. folgende Leitfrage stellen:

- Welche Auswirkungen hat Arbeitslosigkeit für den Einzelnen und/oder Familien?

Das Beispiel verdeutlicht das ein Themenfeld in der Regel nicht allein mit einer ,,Brille“ gelöst werden kann, sondern es aller drei Perspektiven braucht um es erfassen zu können. Hier liegt einerseits die Schwierigkeit, aber auch die Herausforderung und Spannende am Fach Sozialwissenschaften.

Als Einstimmung für das Fach findet ihr nun eine Auflistung von bekannten Aussprüchen zur Politik, die euch auf die eine oder andere Weise irgendwann im Unterricht begegnen werden:

- ,,In der Politik ist es manchmal wie in der Grammatik: Ein Fehler, den alle begehen, wird schließlich als Regel anerkannt.“ (André Malraux)

- ,,Beliebtheit sollte kein Maßstab für die Wahl von Politikern sein. Wenn es auf die Popularität ankäme säßen Donald Duck und die Muppets im Senat.“ (Orson Welles)

- ,,Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.“ (Mahatma Gandhi)

- ,,Wenn irgendwo zwischen zwei Mächten ein noch so harmlos aussehender Pakt geschlossen wird, muss man sich sofort fragen, wer hier umgebracht werden soll.“ (Otto von Bismarck)

- ,,Demokratie ist eine Einrichtung, die es den Menschen gestattet, frei zu entscheiden, wer an allen schuld sein soll.“ (Anonym)

 

Zum Tag der Kinderrechte sind die Klassen 7a und 7b im Politikunterricht bei Frau Serucnik zusammen mit Frau a Campo, der Leiterin der Hagener Unicef-Gruppe, tief ins Thema eingetaucht und haben ihre Gedanken zu Plakat gebracht.

Es gibt wohl kaum ein Fach, in der es nicht die Möglichkeit gibt an schulischen Wettbewerben teilzunehmen. Politik/Sozialwissenschaften stellen hier keine Ausnahme dar. Die Schüler haben die Gelegenheit nach den Kriterien der Ausschreibung einen Beitrag selbständig und in Eigenverantwortung zu erstellen und diesen einzureichen. Die Erfahrung ist die, dass ein gesunder Wettstreit in der Regel sich motivierend auswirkt, die Schüler fiebern mit und sind mit großem Elan dabei.

Allgemeines

Die allgemeinen Leitlinien für den Erziehungs- und Bildungsauftrag der Schulen in Nordrhein-Westfalen resultieren aus der Landesverfassung des Landes und dem Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland. Das Gymnasium vermittelt auf dieser Grundlage eine allgemeine Bildung mit dem Ziel, die Schüler zur mündigen Gestaltung des Lebens in einer demokratisch verfassten Gesellschaft zu befähigen.

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